Lothar Bisky
Der deutsche Politiker und Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, Lothar Bisky, wurde am 17. August 1941 in Zollbrück in Pommern geboren. 1945 musste die Familie Bisky von Pommern nach Brekendorf in Schleswig-Holstein fliehen. Dort wuchs Lothar Bisky auf. Im Alter von achtzehn Jahren, beschloss Bisky 1959 in die DDR zu gehen, um dort das Abitur zu machen, was ihm in der Bundesrepublik finanziell nicht möglich war.
Nachdem Bisky das Abitur abgeschlossen hatte, ging er an die Humboldt-Universität zu Berlin und studierte dort 1962/63 Philosophie und wurde Mitglied der SED. Das Studium setzte er von 1963 – 1966 in Leipzig an der Karl Marx-Universität fort. Nachdem Bisky sein Studium als Diplom-Kulturwissenschaftler abgeschlossen hatte, arbeitete er von 1967 – 1980 zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und schließlich als Abteilungsleiter in Leipzig an dem Zentralinstitut für Jugendforschung. 1969 erhielt Lothar Bisky an der Universität Leipzig den Doktortitel als Dr. phil., dem 1975 die Habilitation zum Dr. sc. phil folgte. 1979 wurde Bisky Honorarprofessor an der Humboldt-Universität und war anschließend, von 1980 – 1986, als Dozent an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED. 1986 wurde er ordentlicher Professor und bis 1990 Rektor an der Hochschule für Film- und Fernsehwissenschaften in Potsdam.
1989 trat Lothar Bisky erstmals an die Öffentlichkeit und hielt im November 1989 eine Rede vor über 500.000 Demonstranten in Ost-Berlin. Dabei setzte er sich für den Erhalt der DDR ein, trat aber gleichzeitig für einen demokratischen Sozialismus ein. Ab 1989 gehörte Bisky zum Präsidium, der von SED zu PDS, umbenannten Partei an. Nach der Wende war Lothar Bisky Landesvorsitzender der PDS in Brandenburg. Ab 1993 bis in Jahr 2000 wurde der Politiker Bundesvorsitzender der PDS. Dieses Amt hatte er von 2003 – 2007 erneut inne. Nach Auflösung der PDS/Linkspartei.PDS wurde Bisky ab 2007, gemeinsam mit Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Partei Die Linke.
Privat ist der Politiker mit seiner Frau Almuth verheiratet und hat drei Söhne. Sein jüngster Sohn Stefan verstarb unerwartet im Dezember 2008 im schottischen Edinburgh.

