Michael Glos


Der gelernte Müllermeister Michael Glos (CSU) wurde im November 2005 Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und ist einer von zwei CSU-Ministern in der großen Koalitionsregierung. Bereits vor der Finanzkrise des Jahres 2008 plädierte Glos für Steuersenkungen für Bürger und Unternehmen und nahm damit auch Konflikte mit der CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Kauf. In seinem Wahlkreis Schweinfurt-Kitzingen ist Michael Glos mit 100 Prozent der Parteistimmen zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Septemtember 2009 nominiert worden. Er ist seit 1970 CSU-Mitglied, seit 1976 Bundestagsabgeordneter und sitzt seit 1993 im CSU-Präsidium. Als Vorsitzender führt er zudem den CSU-Bezirksverband Unterfranken.

Michael Robert Glos wurde am 14. Dezember 1944 im unterfränkischen Brünnau geboren. Er ist katholisch und hat mit seiner Ehefrau Ilse Glos die Söhne Michael und Alexander. Nach der mittleren Reife machte Glos eine Lehre als Müller und übernahm den elterlichen Mühlenbetrieb, dessen Mitinhaber er nach seinem Wechsel nach Berlin blieb. Neben seiner Ministerfunktion ist Glos Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Energie-Agentur sowie Aufsichtsrat der Invest in Germany. Im Jahr 2007 wurde Glos in den Vorstand der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung gewählt.

Seine politische Laufbahn begann Michael Glos 1972 als CSU-Kommunalpolitiker, als er zum Stadtrat von Prichsenstadt gewählt wurde. Von 1975 bis 1993 nahm er sein Mandat als Kreistagsabgeordneter des Landkreises Kitzingen wahr. Auf Bundesebene war Glos 1991 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion. Von 1993 bis 2005 führte er als Vorsitzender die CSU-Landesgruppe im Bundestag. Bei der letzten Wahl wurde der fränkische Politiker in seinem Heimatwahlkreis mit 54 Prozent der Stimmen in den Bundestag gewählt.

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