Wolfgang Schäuble
Wolfgang Schäuble ist ein deutscher Politiker und Mitglied der Christlich Demokratischen Union. Schäuble wird von der aktuellen Politikwissenschaft - insbesondere wegen seiner Rolle in der deutschen Wiedervereinigung - zu den bedeutendsten deutschen Politikern gezählt.
Geboren wurde Wolfgang Schäuble 1942 als Sohn des späteren CDU Landtagsabgeordneten Karl Schäuble und dessen Frau Gertrud. Nachdem er 1961 das Gymnasium mit der Erlangung der allgemeinen Hochschulreife verließ, studierte Schäuble Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Freiburg im Breisgau und in Hamburg. Seine akademische Karriere beendete Schäuble 1971 mit seiner Promotion zum Dr. jur.
Parallel dazu begann er seine politische Karriere unter anderem mit dem Bezirksvorsitz der Jungen Union. 1972 wurde er zum Mitglied des Deutschen Bundestages gewählt. In der Folge nahm er zahlreiche wichtige Posten und Parteifunktionen wahr. Prägend war dabei vor allem der am 29. April 1989 angetretene Posten als Bundesinnenminister unter dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. Damit fiel insbesondere die Aushandlung des Einigungsvertrages zwischen BRD und DDR in das Ressort Schäubles. Diesem kam damit “hinter den Kulissen” eine entscheidende Rolle im Rahmen der Wiedervereinigung zu. Kurz nach Beginn der Vertragsverhandlungen wurde Schäuble am 12. Oktober 1990 von einem geisteskranken Attentäter angeschossen. In Folge des Attentats ist Schäuble querschnittsgelähmt.
2000 musste er aufgrund seiner Beteiligung in der CDU Spendenaffäre von seinen öffentlichen Ämtern zurücktreten. Seit 2005 ist der Bundesminister des Innern.

